Die Anlagentechnik

Anlagen Profil

Spurweite: H0 und H0m; Massstab 1:87
Gleis H0: 2-Leiter; ROCO
Gleis H0m: PECO Systeme, Zahnstangengleis BEMO

Weichenantriebe H0:

 

bei unsichtbaren Streckenteilen ROCO-Magnetantriebe; bei allen anderen Stellen LEMACO Weichenmotoren
Weichenantriebe H0m: LEMACO Weichenmotoren
Fahrstromsystem: Digital Plus von LENZ
Lokdecoder: ATL2054/64/66 von UMELEC und ESU Decoder,  bei H0m auch andere Produkte
Blocksystem H0:

Im Linken Anlagenschenkel (nur Vogtwil bis Hosangen, Michelfeld und Nüeschgau: Eigenbau, ATL System

Im rechten Anlagenschenkel: mit LTD Schaltdecoder und Train Controller Software. Blocksteuerung durch Software.

Blocksystem H0m: auf Sicht

Weichensteuerung H0:

 

Linker Anlagenschenkel: konventionell, Rückmeldung über LED, Gleiswechsel digital mit Littfinsky Weichendecoder

Im rechten Anlagenschenkel: Über LDT Weichendecoder und Fahrstrassensteuerung durch Train Controller Software.

Weichensteuerung H0m:

 

digital über Handregler, Weichendecoder und Rückmelder von Littfinsky
Kupplungen H0: ROCO-Universalkupplungen, Kadee (US-Fahrzeuge)
Kupplungen H0m: BEMO-Standardkupplung, teilweise Kadee
Elektrik: wurde in den Normalien festgelegt
Car System Mader Magnet-Truck (seit 2015 nicht mehr auf dem Markt).
RoLa Fahrzeuge Modifizierte Fleischmann RoLa Wagen von Mader

Car System Steuerung

 

 

Digital Plus von LENZ, Littfinsky Weichendecoder, Schaltdecoder und Rückmelder, PC Steuerung mit Train Controller  von Freiwald
Weichenantriebe Car System Conrad Weichenmotoren

 

Unterbau

Wegen der schnellen und stabilen Bauweise benutzten wir für den Unterbau massive Stahl-Winkelprofile. Sämtliche Trasseebretter bestehen aus Spanplattenmaterial, welche mit M8-Gewindestangen auf ihre Höhe eingestellt werden können. Das System hat sich schon vielfach bewährt und ist auch wegen des schnellen Aufbaus sehr beliebt. Für die Berge und Landschaft verwenden wir Hasengitter, Gipsbinden, Styropor und Innenspachtel.

Beim Testbahnhof, Rola-Bahnhof und H0m Schattenbahnhof wurde die Holzrahmenbauweise angewendet.

 

Fahrleitung

Da wir auf beiden Spuren ausschliesslich digital-gesteuert fahren, kann die Fahrleitung als reine Attrappe ausgeführt werden. Wir verwenden ausschliesslich Sommerfeldt-Material. Die H0-Masten entstehen im Eigenbau. Die Schmalspurmasten werden als Bausatz bezogen. Für den Fahrdraht verwenden wir die Standard-Fahrdrähte des Herstellers und spannen sie mit dem üblichen Spannmast ab. In den Tunnels gibt es mit Ausnahme der Gleiswendeln keine Fahrleitung. Bei der Normalspur bauen wir eine der SBB R-Fahrleitung nachempfundene Fahrleitung ein, für die Schmalspur steht das RhB System Pate.

Fahrstrom System

Da unser Club noch relativ jung ist und der Bau dieser Anlage im Jahre 1995 begonnen wurde, lag es nahe, die Möglichkeiten einer digitalen Steuerung näher zu betrachten. Nach der Aufstellung eines Anforderungsprofiles begannen wir mit der Auswahl des Produktes. Nach einigen Untersuchungen und studieren von Datenblättern entschieden wir uns für das entwicklungsträchtigste System auf dem Markt: Digital Plus von LENZ. Für die Lokdecoder entschieden wir uns für die ATLplus Serie von UMELEC. Diese Decoder sind sehr klein. Sie lassen sich in fast alle Loks einbauen (auch in H0m Traktoren!). Ausserdem besitzen sie eine verblüffend einfache Möglichkeit zur automatischen Blocksteuerung. Seit einigen Jahren können auch andere Decoder Produkte wie ESU eingesetzt werden (ABC System). Für die Schmalspur können auch andere DCC kompatible Decoder eingesetzt werden, da wir hier nicht das gleiche Blocksystem verwenden.

Blocksteuerung

 

Spur H0:

Die Blocksteuerungsmodule wurden von uns selbst hergestellt. Einzig die Gleisbelegtmelder wurden fertig eingekauft und auf dem Blockbaustein integriert.

Im letzten Jahr starteten wir mit dem Umbau der Blocksteuerung. Nach einigen Überlegungen und Diskussionen entschieden wir uns das ATL-System beizubehalten, die Blocksteuerung aber via PC und Train Controller Software zu betreiben. So konnten wir auf eine teure und aufwendige Zugverfolgung verzichten.

In einer ersten Etappe wurde der rechte Anlagenschenkel (Bahnhöfe Flückigen und SB Roppelsen) umgebaut. Nach einigen harzigen Rückmeldeproblemen konnte dieser Teil gegen Ende März 2016 in Betrieb genommen werden.

Die Steuerung dieser Bahnhöfe erfolgt nun über Bildschirm mit Fahrstrassensteuerung. Der SB Roppelsen hat noch zusätzlich ein eigenes Stellpult verpasst bekommen. Hier ist das GBS System von LTD eingebaut.

In einer zweiten Etappe über den nächsten Winter werden wir uns um den Ausbau des linken Anlagenschenkels kümmern.

Wie schon erwähnt besitzen die ATLplus Decoder eine verblüffend einfache Möglichkeit zur Blocksteuerung. Die asymetrisch angeordneten Dioden in der Zuleitung zum Haltebereich bewirken eine leichte Verschiebung der Digitalspannung, solange der Signalkontakt offen ist (Signal auf rot). Sobald die Lok auf eine solche Strecke fährt, decodiert der Lokdecoder diese Assymetrie und beginnt, sofern er auf Signalsteuerung geschaltet ist, abzubremsen bis die Lok stillsteht. Eine ausführliche Beschreibung des Systems ist im Artikel von UMELEC ersichtlich.
LENZ bietet heute mit dem ABC System eine kompatible Technik an. Am Anfang noch etwas zickig, ist das ABC System nun ziemlich ausgereift. Speziell die ESU 4.0 Decoder funktionieren recht zuverlässig.

Wird das Signal auf Grün gestellt, wird der Signalkontakt geschlossen, die Digitalspannung wird wieder symmetrisch und die Lok fängt wieder an zu beschleunigen bis er die für Signalbetrieb einprogrammierte Höchstgeschwindigkeit erreicht hat.
Jeder Zug kann, falls er vor einem Rot zeigenden Signal angehalten hat, auf Fernsteuerung umgeschaltet und somit manuell aus dem Abschnitt gefahren werden. Rangierbetrieb vom Feinsten!


 

Spur H0m:

Ausgehend von der Zentrale und den beiden Verstärkern führt ein Stromspeise-Bus via Flückigen H0m über Michelegg nach Haut Sur Truffes. Von da wird der Bus dann nach Schmidberg geführt. Der Bus beinhaltet die beiden Verstärkerspannungen, eine 15VAC Spannung für die Weichenantriebe, eine positive und eine Negative DC Spannung von 15 Volt, den LENZ RS-Bus und die LENZ Notstopleitung E.

Rollende Landstrasse:

Für das Car System wird von Anfang an die Train Controller Software von Freiwald verwendet. Mit Stoppspulen  und Reedkontakten wir eine Art Blocksystem gebildet. Die Stoppspulen werden über Littfinsky Schaltdecoder angesteuert. Die Reedkontakt melden mit Littfinsky Rückmelder die Informationen über eine Fahrzeugdurchfahrt zurück. Die Strassenweichen werden mit Conrad Weichenmotoren gestellt und durch Littfinsky Weichendecoder angesteuert.

Magnetartikelsteuerung

Spur H0:

Für die Steuerung der Magnetartikel haben wir uns für eine konventionelle Schaltung entschlossen. Der Abstellbahnhof Nüeschgau wurde mit Littfinsky Decoder ausgerüstet. Hier werden die Weichen mit dem Lenz Handregler digital angesteuert. Mittel bis langfristig ist vorgesehen die Steuerung ebenfalls zu digitalisieren.

Die H0 Weichenmotore und die H0 Magnetantriebe werden mit einem Umschalter im Stellpult gesteuert. Über die Steuerleitung kommt gleichzeitig auch die Rückmeldung vom Antrieb ins Stellpult, wo dann die Lage mittels Dioden angezeigt wird. Fahrstrassenschaltungen sind keine eingebaut.

Die Ein- und Ausfahrsignale werden mit einem Tastendruck freigegeben. Die Signale schalten aber erst auf Freie Fahrt, wenn die zu befahrende Strecke frei ist und die entsprechenden Weichen korrekt gestellt sind. Die Signale werden mit einer Rückstelltaste zurückgesetzt.

 

Spur H0m:

Wie schon weiter oben erwähnt, werden die Weichenantriebe durch Weichendecoder angesteuert. Die Weichen können dann direkt mittels Lenz Handregler einzeln gestellt werden oder über das Stellwerkbild auf dem PC Bildschirm. Über die Software können die Weichen einzeln, automatisch durch den Fahrdienstleiter oder mittels Fahrstrassen gestellt werden.

 

Fahrzeuge

Die Mitglieder finden die aktuellen Decoder-Adressen für H0 und H0m auf der Mitgliederseite.

Viele mag es stören, aber auf unserer Anlage dürfen neben BLS- und SBB-Zügen, deutschen Lokomotiven und französischen TGV auch amerikanische Fahrzeuge verkehren. Deswegen wurde auch das Umgrenzungsprofil dementsprechend angepasst.

Sämtliche Fahrzeuge, auch für das Car System, werden grundsätzlich von den Mitgliedern mitgebracht. Voraussetzung ist, dass in den Loks ein ATL Decoder oder ein kompatibles Produkt eingebaut ist und mindestens der letzte Wagen beleuchtet ist oder die Achsen mit Silberleitlack behandelt sind (damit die Blocksteuerung auf liegen gebliebene Wagen reagiert).

Eine Ausnahme bilden die H0m Loks. Da auf der Schmalspurstrecke zur Zeit ausschliesslich auf Sicht gefahren wird, können hier auch andere DCC-kompatible Decoder eingebaut werden. Aufgrund der besonderen Qualität und der ausgezeichneten Service Leistung des Herstellers wird aber auch für H0m der Einbau des ATL Decoders vorgezogen.

Das Mitglied kauft den Decoder dem Club ab, welcher die Module in jeweils in grösseren Stückzahlen bei UMELEC besorgt. Bis heute wurden ca. 300 Loks oder Triebwagen entsprechend umgebaut. Bei einigen Loks geht der Einbau sehr einfach und schnell vonstatten, bei anderen sind grössere Umbauten wie Fräsarbeiten oder Motorwechsel nötig. Bei einigen wenigen Modellen ist es gar nicht möglich oder nicht sinnvoll, weil einige technische Voraussetzungen nicht gegeben sind.

Von jedem Modelltyp wird zum Schluss ein Datenblatt erstellt, welches den Umbaubeschrieb enthält. Das angeben von Decoderwerten macht wenig Sinn, da selbst bei gleichen Modellen unterschiedliche Werte vorkommen können. Allerdings werden spezielle notwendige Einstellung im Text erwähnt, falls notwendig.

Faller Car System Fahrzeuge können zwar verwendet werden, müssen aber vorgängig noch mit einem speziellen Reedkontakt versehen werden.

Eine Liste der Datenblätter kann im Dokumenten Bereich eingesehen und als PDF File heruntergeladen werden..